Norderstedter Bank hilft den Sportlern

Von Christopher Herbst

27. September 2017

Der 1. SC Norderstedt bewirbt sich erfolgreich beim Norderstedter-Bank-Projekt "VRmobil". Jury lobt Engagement an Grundschulen.

Reiner Schomacker (l.), Vorstand der Norderstedter Bank, übergibt den Schlüssel für den VW Take Up! an den SCN-Clubchef Jörg Rau
Reiner Schomacker (l.), Vorstand der Norderstedter Bank, übergibt den Schlüssel für den VW Take Up! an den SCN-Clubchef Jörg Rau Foto: Christopher Herbst / HA

Norderstedt.  Der 1. SC Norderstedt ist eine Institution in der Stadt, ein fester Bestandteil in der hiesigen Sportszene, mit knapp 2300 Mitgliedern und 100 ehrenamtlichen Übungsleitern auch durchaus gut aufgestellt. Doch manchmal stoßen auch vergleichsweise große Clubs an ihre Grenzen. So verfügte der SCN bis jetzt nicht über ein eigenes Fahrzeug, das Mitarbeiter und Trainer nutzen konnten, um ihre Tätigkeiten wahrzunehmen. "Wir sind knapp aufgestellt, können den Trainings- und Spielbetrieb decken", sagte der Vorsitzende Jörg Rau. Ein Auto zu kaufen, dafür reicht der Etat allerdings nicht.

Und deswegen bewarb sich der Verein bei der Norderstedter Bank, die zum zweiten Mal als Dank für soziales Engagement einen VW take up! stiften wollte. Das Projekt richtet sich an Clubs oder gemeinnützige Einrichtungen, die ein hohes Maß an ehrenamtlicher Arbeit leisten, aber eben nur begrenzte Mittel zur Verfügung haben.

Das Geld für das Auto, genannt "VRmobil", stammt aus den Reinerträgen des Gewinnsparens – viele Tausend Lose haben die Kunden der Bank erworben. Ein Teil der Beträge wird angelegt, ein weiterer als Gewinne ausgeschüttet und der dritte gespendet.

Wer letztlich einen fabrikneuen VW bekommt, entscheidet eine Jury. Nicht nur Vertreter der Bank, sondern unter anderem auch das Hamburger Abendblatt und Norderstedts Sozialdezernentin und Zweite Stadträtin Anette Reinders – sie ist auch zuständig für das Sportwesen – bewerteten die Einsendungen. Der SCN bewarb sich wie einige weitere Vereine und Organisationen. Und das sehr überzeugend, wie Reiner Schomacker, Vorstand der Norderstedter Bank, beschrieb. "Die Bewerbung war inhaltlich besonders stark, der Nutzen konnte hervorragend dargestellt werden."

Ausschlaggebend war in diesem Zusammenhang speziell, dass sich der Verein bei der Nachmittagsbetreuung an den Norderstedter Grundschulen engagiert, dort ungefähr 25 Prozent der Aktivitäten betreut – Basketball, Judo und Gymnastik. "Unsere Übungsleiter sind jetzt nicht mehr auf ihre Privatautos angewiesen", sagte Jörg Rau.

Nach dem Norderstedter SV beim ersten Mal gewann nun mit dem SCN ein zweiter Sportverein. "Das ist eher Zufall", so Reiner Schomacker. Er kündigte an, die Aktion fortzuführen. "Wir planen eine weitere Runde. Ob jetzt in jedem Jahr, das gucken wir mal."

 

(che)