Eine Fusion, um in die Zukunft zu investieren

von Wolfgang Klietz

17. März 2018

Die Norderstedter und die Itzehoer Bank wollen sich mit einem Zusammenschluss besser auf Bedürfnisse der Kunden einstellen

Vorstandsmitglied Reiner Schomacker
„Die Verantwortung des Kundengeschäfts bleibt auch zukünftig in der Region“ sagt Reiner Schomacker, Vorstand der Norderstedter Bank

Norderstedt/Itzehoe.  Die Vertreterversammlungen haben noch nicht das letzte Wort gesprochen, doch auf Vorstandsebene herrscht Einigkeit: Die Norderstedter Bank wird mit der Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe fusionieren. Die regionalen Institute werden ihren Namen behalten, das genossenschaftlich organisierte Gesamtkonstrukt wird zunächst unter Volksbank/Raiffeisenbank e.G. firmieren. Ob langfristig ein neuer Name entstehen wird, ist noch offen.

Die 240 Mitarbeiter beider Bank wissen bereits seit Montag von der anstehenden Fusion. Ihnen wurde versichert, dass sämtliche Arbeitsplätze erhalten bleiben. "Das ist keine Fusion, um zu sparen, sondern um zu investieren", sagte Reiner Schomacker, Vorstand der Norderstedter Bank.

Die Regionalität bleibe gewährleistet. "Die Verantwortung des Kundengeschäfts bleibt auch zukünftig in der Region", sagt Schomacker. Ziel der Fusion sei, die Banken in einem sich schnell verändernder Umfeld auch für die nächste Generation auf ein tragfähiges Fundament zu stellen.

Außerdem passe sich die Bank an die Bedürfnisse der Kunden an, die zunehmend mobil und digital ihre Geschäfte erledigen. "Die Frage ist nicht, was sich für die Kunden verändert", sagte Schomacker. "Vielmehr verändern die Kunden uns."

Die beiden Genossenschaften bestehen aus 20.000 Mitgliedern und betreuen 53.000 Kunden. Die gemeinsame Bilanzsumme liegt bei 1,3 Milliarden Euro. Schomacker glaubt, dass sich beide Bank mit ihren Schwerpunkten gut ergänzen werden: Die Itzehoer Bank betreut viele Kunden aus der Landwirtschaft, die Norderstedter Bank hat den Schwerpunkt aufs Immobiliengeschäft gelegt.

Wenn die Fusion nach Plan verläuft, werden die Vertreterversammlungen Ende Juni dem Zusammenschluss zustimmen, der rückwirkend zum 1. Januar gültig werden soll.